Pfarrvisitation in der Gemeinde Haibach

 

Weihbischof Reinhard Pappenberger besuchte im Rahmen seiner Visitation auch die  Gemeinde Haibach-Elisabethszell  und trug sich in das Goldene Buch ein. Hierbei kam er mit Bürgermeister Fritz Schötz und Bundestagsabgeordneten Alois Rainer ins Gespräch und es fand ein reger Informationsaustausch statt. Im Rahmen der Visitation standen weitere Besuche in verschiedenen Einrichtungen auf dem Programm. Zusammen mit Pfarrer Krzysztof Hagedorn fanden unter anderen Gespräche in der Schule und den Kirchengremien der beiden Pfarreien Haibach und Elisabethszell statt. Der  gutbesuchte und gemeinsame Pontifikalgottesdienst in Elisabethszell am Abend wurde vom Elisabethszeller Kirchenchor  feierlich umrahmt. An den Gottesdienst schloss sich bei einem Empfang noch die Möglichkeit der Begegnung und des Gespräches mit Weihbischof Pappenberger an. Bild: Erster Bürgermeister Fritz Schötz, Pfarrer Krzysztof Hagedorn, Weihbischof Reinhard Pappenberger, MdB Alois Rainer.

Neue Räder für die Verkehrserziehung

 

Die Jugendverkehrsschule in Haibach hat 10 neue Fahrräder erhalten. Die alten Räder sind in die Jahre gekommen und so freute man sich auf einen teilweisen Ersatz von neuen verkehrssicheren Rädern.

 

 "Die Radfahrausbildung ist ein wesentlicher Bestandteil der Verkehrserziehung und Mobilitätsförderung", betonte Vorsitzender der Gebietsverkehrswacht Bogen e.V. Alois Rainer, MdB und findet es als eine wichtige Voraussetzung, dass die Fahrräder verkehrssicher und der Zeit angemessen sind. Damit dies möglich ist unterstützt hier die Verkehrswacht die Jugendverkehrsschulen in vielfältiger Weise, sei es in Form von verkehrssicheren Rädern, Helmen oder den Ausbildungsheften für die 4. Klassen.

 

Vorsitzender Alois Rainer, MdB und Stellvertreter Fery Eckl, sowie Geschäftsführer Anton Niemeier von der Verkehrswacht freuten sich daher ganz besonders im Namen der Verkehrswacht die zehn neuen Räder  an Polizeioberkommissar Udo Meinhard und Johann Pleischl in Haibach übergeben zu können. Als Verkehrserziehungsbeauftragte der Polizei Bogen bereiten sie von April bis Oktober die Kinder von über 20 Schulklassen auf den sicheren Umgang im Verkehr vor. Auch Bürgermeister Fritz Schötz zeigte sich sehr erfreut über die neuen Räder im Verkehrsgarten Haibach, sei dies doch eine wichtiger Bestandteil  für gute Verkehrserziehung bereits im Kinderalter.

 

 

BU: Vorsitzender und MdB Alois Rainer (3.v.r.) übergibt zusammen mit seinem Stellvertreter Fery Eckl (3.v.l.) und Anton Niemeier die neuen Räder an POK Udo Meinhard und Johann Pleischl,sowie Bürgermeister Fritz Schötz (2.v.l.) 

Fahrzeugspende der Gebietsverkehrswacht Bogen für den Verkehrsgarten in Haibach

Auf die Roller, fertig los


BU: MdB und Verkehrswachtsvorsitzender Alois Rainer (3.v.l.) freut sich mit seinem Stellvertreter Fery Eckl (2.v.l.) sowie Schatzmeister Anton Niemeier über die großzügige Spendenübergabe an die Kinder der Kita Haibach mit ihrem Bürgermeister Fritz Schötz.

 

Roller, Dreiradtaxi und Traktoren. Diese Spende wurde der Kita Haibach überreicht. Die Freude bei den Kleinen in der Kindertagesstätte war natürlich riesengroß. Die Gebietsverkehrswacht Bogen e.V.  mit ihrem Vorsitzenden MdB Alois Rainer überraschte die Kinder, die seit diesem Jahr in der Schule untergebracht sind, mit neuen Fahrzeugen. Da die Kindertagesstätte direkt an den Verkehrsgarten angrenzt, war es der Verkehrswacht ein Anliegen, hier die Kinder dementsprechend frühzeitig für den Verkehr zu sensibilisieren.

Im neu sanierten Verkehrsgarten können die „Hofberg-Kinder“ nun nach Herzenslust testen, ob der Dreirad- und Rollerverkehr auch ohne Zusammenstöße möglich ist und nebenbei auch noch die Verkehrsregeln und Schilder erlernen.

Durch die Roller und die speziellen Dreiräder werden Motorik, Gleichgewicht und Koordination der Kinder gefördert und nebenbei macht das Spielen im Freien jetzt noch mehr Spaß. „Mit dem neuen Rollern, zwei Dreiradtaxis und den beiden Tret-Traktoren mit einem Wert von über 1200.- Euro  können die Kinder dann im Verkehrsgarten fleißig lernen, um sich mit den Regeln im Straßenverkehr anzufreunden“, so Rainer bei der Übergabe. Auch Bürgermeister Fritz Schötz zeigte sich erfreut über die großzügige Spende, liege ihm doch eine verkehrssichere Erziehung seiner jüngsten Gemeindebürger besonders am Herzen.

 

Die Verkehrswacht Bogen unterstützt jährlich die Verkehrserziehung in den beiden Verkehrsgärten in Bogen und Haibach in verschiedenster Form. Sei es bei der Anschaffung von Rädern, Lernmaterial für die Fahrradprüfung und Warnwesten, aber auch die Gemeinden mit der Anschaffung von Infobannern für den Schulanfang. 

Kinderbibeltag zum Thema "Brot"

Die feierliche Einweihung der Haibacher Mühle sowie das zurückliegende Erntedankfest nahm der Haibacher Familienkreis zum Anlass und stellte den diesjährigen Kinderbibeltag unter das Motto „Unser tägliches Brot gib uns heute“. 27 Kinder backten selber kleine Brötchen, wobei sie zuvor noch feststellen konnten, wie mühsam es ist, Körner zu Mehl zu mahlen. Anschließend entdeckten sie, wie lecker ein trockenes Brot schmecken kann, wenn man es länger im Mund lässt und ganz bewusst isst. In der Bibel wird das Thema „Brot“ an verschiedenen Stellen benannt – beispielsweise bei der wunderbaren Brotvermehrung oder wenn vom „Brot des Lebens“ die Sprache ist.

In einem Gebet aber, das in jedem Gottesdienst gebetet wird, wird das Brot extra mit aufgegriffen: Beim „Vater unser“. Dieses Gebet nahmen die Kinder genauer unter die Lupe und besprachen die einzelnen Textzeilen und ihre Bedeutung ganz genau. Mit passenden Bewegungen unterstützten sie das Gebet und ihren Gesang. Die Lieder, die am nächsten Tag bei der Mühleneinweihung gesungen wurden, durften die Kinder auch noch auf Instrumenten begleiten.

In einem weiteren Workshop bastelten die Kinder ein Schatzkästchen und füllten es mit verschiedenen Tischgebeten.

Anhand verschiedener Körpererfahrungen ahmten die Kinder den Weg vom Korn zum Brot nach und setzten sich gedanklich intensiv beim Legen eines Bodenbildes mit dem Thema „Ich bin das lebendige Brot“ auseinander.

Nach einer gemeinsamen BROT-Zeit segnete Pfarrer Hagedorn die selbstgebackenen Brötchen und lud die Kinder ein, dieses Brot untereinander und in der Familie zu teilen.

 

 

Text zum Bild:

Das Team des Haibacher Familienkreises mit Pfarrer Hagedorn und den teilnehmenden Kindern

KuSK Haibach feierte Jahresfest

Den gefallenen und vermissten Kameraden wurde gedacht

Haibach (md) Am Sonntag feierte die Krieger- und Soldatenkameradschaft Haibach ihr traditionelles Jahresfest. Angeführt von der „Haibacher Musiblosn“ machte sich die Krieger- und Soldatenkameradschaft, zusammen mit den Ortsfeuerwehren und den politischen Würdenträgern, auf zur Kirche. In dem von Pfarrer Krysztof Hagedorn zelebrierten Gottesdienst gedachte man den gefallenen und vermissten Kameraden.

Nach dem Gottesdienst marschierte man geschlossen zum Kriegerdenkmal, welches im Rahmen der Dorferneuerung ebenfalls neu gestaltet wurde. In seiner Ansprache bedankte sich KuSK-Vorstand Manfred Dilger bei den Vertretern der Gemeinde, besonders bei 1. Bürgermeister Schötz, für die Neugestaltung des Kriegerdenkmals. Er merkte an, dass das Kriegerdenkmal jetzt einen offenen Charakter erhalten hat, aus jeder Richtung einsehbar und frei zugänglich für jeden und zu jeder Zeit ist. Auch die aufgestellten Granitblöcke, welche das Abstellen von Fahrzeugen vor dem Kriegerdenkmal verhindern sollen, stören diesen offenen Charakter nicht.

Dilger verglich im Verlauf seiner Ansprache den offenen Charakter des Kriegerdenkmals mit der Offenheit Deutschlands und Europas. Er mahnte an, dass die Politiker für Deutschland Sorge tragen müssen, dass diese Offenheit den ungewollten Einfluss von außen nicht zu sehr begünstigt und unsere freiheitlich, demokratischen Grundwerte erhalten bleiben.

Weiter bemerkte er, dass der Jahrestag dazu da ist, um bewusst an die gefallenen und vermissten Soldaten der beiden Weltkriege zu denken. Denken an die eigenen Vorfahren, die ihr Leben für Frieden in Deutschland geopfert haben. Dankbar sein, dass dieser Friede nun schon über 70 Jahre lang anhält und dass dies keine Selbstverständlichkeit sei. Er soll daran erinnern, dass es in Deutschland nicht immer Frieden gab und ein dauerhafter Frieden nicht ohne Toleranz möglich ist.

Zum Gedenken an die gefallenen und vermissten Kameraden legte der 1. Vorstand einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder. Ihnen zu Ehren wurde der „Alte Kamerad“, begleitet von Salutschüssen der beiden Kanoniere Bernd Hengster und Alois Dilger, von der „Haibacher Musiblosn“ dargebracht.

Im Anschluss daran machte sich der Zug Richtung Dorfplatz auf um das Jahresfest auch weltlich zu feiern.

Musikalischer Kirchweihmarkt in Haibach

Mit sieben Musikgruppen war der Kirchweihmarkt in Haibach ein besonderer Ohrenschmaus. Schönes Wetter lockte viele Besucher aus Nah un Fern an. Zahlreiche Firanten hatten neben vielen Handwerkskünsten auch Spielwaren und kulinarische Köstlichkeiten zu bieten. Am Spätnachmittag trafen sich dann noch einige der Musiker und ließen den Tag im Biergarten musikalisch ausklingen. Ein besonderer Dank geht an alle Musikgruppen, die für den Haibacher Kirchweihmarkt unentgeltlich gespielt haben und an Heinrich Gierl für die Organisation.

SV Haibach ermittelt Vereinsmeister

28 Sportler nehmen an der Meisterschaft teil

 

Haibach (md) Die Eisstockabteilung des SV Haibach veranstaltete die diesjährige Vereinsmeisterschaft auf Asphalt. Abteilungsleiter Kolbeck freute sich, dass er zu diesem Wettkampf 28 Mitglieder des SV Haibach begrüßen durfte. Die Zusammensetzung der 7 Mannschaften, die per Los ermittelt wurde, versprach einen interessanten Turnierverlauf. Nach einem fairen Wettkampf standen die Vereinsmeister 2016 fest.

Es siegte die Mannschaft mit den Stockschützen Maria Steger, Josef Höpfl, Franz Pilmeier und Marco Pilmeier mit 10:2 Punkten.

Die weiteren Plätze: 2. Thomas Lankes, Christian Attenberger, Helmut Holzapfel, Elisabeth Dietl (9:3 Punkte); 3. Rudi Lorenz, Karl Kolbeck, Melchior Dietl, Andreas Dietl (8:4 Punkte); 4. Reinhard Mühlbauer, Veri Leidl, Otto Steger, Peter Schmid (6:6 Punkte); 5. Heinz Schwanzer, Ludwig Bielmeier, Georg Steger, Gerhard Dilger (4:8 Punkte), 6. Helmut Haimerl, Simone Zitzelsberger, Florian Starzinger, Michael Wittmann (3:9 Punkte), 7. Jonas Steger, Eleonore Höpfl, Gertraud Kolbeck, Erich Kolbeck (2:10 Punkte).

Bei der anschließenden Siegerehrung dankte Abteilungsleiter Kolbeck allen Sportlern für die Teilnahme an der Vereinsmeisterschaft und das faire Spiel. Ebenso bedankte er sich bei den fleißigen Helferinnen und Helfern, die mit Kaffee, Kuchen und Grillspezialitäten für das leibliche Wohl der Sportler sorgten. Im Anschluss an die Grußworte durch 3. Bürgermeister Gerhard Dilger und SVH-Vorstand Helmut Haimerl wurde die Siegerehrung durchgeführt, bei der Abteilungsleiter Erich Kolbeck jeder Mannschaft einen Preis überreichen konnte.

 

Auf dem Bild von links nach rechts:

3. Bürgermeister Gerhard Dilger, Abteilungsleiter Erich Kolbeck, die Vereinsmeister Josef Höpfl, Maria Steger, Franz Pilmeier, SVH-Vorstand Helmut Haimerl (es fehlt Marco Pilmeier)

Gemeindemeisterschaft Eisstockabteilung des SV Haibach

Die Eisstockabteilung des SV Haibach führte die alljährliche Gemeindemeisterschaft auf Asphalt durch. 22 Mannschaften kämpften an zwei Tagen um den jeweiligen Tagessieg, der den Einzug ins Endspiel um den Titel des Gemeindemeisters bedeutete.

Bei bestem Eisstockwetter wetteiferten die Mannschaften um die Stockpunkte. Mit 18:2 Punkten konnte sich die Mannschaft „ASV Elisabethszell 1“ als Sieger des ersten Tages auf das Finale freuen. Platz zwei belegte, dank einer besseren Stocknote „Buchet 1“ (16:4 Punkte; Note 2,987) vor „P + M“ (16:4 Punkte; Note 2,454) und den „Geheimfavoriten“ (16:4 Punkte; Note 2,384). Die weiteren Platzierungen: 5. „Landjugend 1“ (10:10); 6. „SVH Alte Herren“ (8:12; Note 0,893), 7. „Förderverein“ (8:12; Note 0,662), 8. „FFW Haibach“ (8:12; Note 0,537), 9. „Landjugend 2“ (6:14), 10. „Team Waldemar“ (2:18; Note 0,354), 11. „Trachtenverein 1“ (2:18; Note 0,176)

Der zweite Endspielteilnehmer wurde am zweiten Turniertag ermittelt. Hier konnte sich die „Krieger- und Soldatenkameradschaft“ mit 18:2 Punkten durchsetzen. Platz 2 belegte die „SVH Vorstandschaft“ (16:4 Punkte) vor der Mannschaft „ASV Elisabethszell 2“ (14:6 Punkte). Auf den weiteren Plätzen: 4. „ASV Elisabethszell 3“ (13:7 Punkte; Note 1,349) 5. „Lückenbüßer“ (13:7 Punkte; Note 1,228), 6. „Gleitschirmflieger“ (10:10), 7. „Buchet 2“ (9:11), 8. „Trachtenverein 2“ (8:12), 9. „Relax“ (7:13), 10. „Gasthaus Goldene Sonne“ (2:18), 11. „Gemeinderat“ (0:20)

Im Endspiel setzte sich die Mannschaft der „KuSK“, mit den Schützen Heinz Schwanzer, Manfred Dilger, Matthias Dilger, Michael Wittmann und Franz Pilmeier, gegen „Elisabethszell 1“ mit 23:5 Stockpunkten durch und ist somit „Gemeindemeister auf Asphalt 2016“.

Bei der anschließenden Siegerehrung dankte Abteilungsleiter Erich Kolbeck allen Mannschaften für die Teilnahme an dieser traditionellen Veranstaltung. Besonders erfreut zeigte er sich über die große Anzahl an Mannschaften, die sich zu diesem Turnier gemeldet haben. Ebenso bedankte er sich bei allen Helfern, die wieder zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben und bei allen Sponsoren und Gönnern für deren Sach- und Geldspenden.

Nach kurzen Grußworten von SVH-Vorstand Helmut Haimerl und Bürgermeister Schötz nahm Abteilungsleiter Erich Kolbeck die Siegerehrung vor, bei der jede Mannschaft einen schönen Sachpreis entgegennehmen konnte.

Schulfest mit Musicalaufführung "Der gestiefelte Kater"

Schirmherrnbitten der Wasserwacht Haibach

Schirmherrnbitten des ASV-Elisabethszell bei Bürgermeister Fritz Schötz

Die Weingartener Straße wird im letzten Bauabschnitt erneuert

Kindergartenkinder besuchen Rathaus und stellen es auf den Kopf

Am „Freitag“, 5.2.2016 war es wieder einmal so weit. Die Kinder der Kindertagesstätte „Hofbergzwergerl“ aus Haibach fieberten diesem Tag schon lange entgegen: Mit ihren bunten Verkleidungen zogen sie am Freitagvormittag durch das Dorf zum Rathaus und nahmen es in Beschlag, nachdem  Bürgermeister Fritz Schötz am Unsinnigen Donnerstag verhindert war. Die Kinder sperrten ihn aus, und für kurze Zeit verwandelte sich das Rathaus in eine Faschingshochburg. Dabei wurden die Räume mit Luftschlangen und Luftballons bunt geschmückt.

Machtlos war Erster Bürgermeister Fritz Schötz, als ihm die Kinder den Weg zum Rathaus versperrten und den Schlüssel in Beschlag nahmen. Stück für Stück schnitten sie ihm dann seine Krawatte ab. Den Rathausschlüssel bekam er jedoch nicht so einfach zurück. Der Rathauschef musste er ein Rätsel mit vielen Reimen lösen und dem war noch nicht genug. Ohne Süßigkeiten wird der Weg zum Chefsessel nicht freigegeben, da waren die Kinder hartnäckig und der Bürgermeister zeigte sich großzügig.

Nach einem gemeinsamen Tanz mit dem Gemeindechef ging es für die kleinen Maschkerer wieder in die Kindertagesstätte zurück.

 

Wie immer verdient dieser Rathaussturm ein großes Lob: Mit viel Herzblut, Fantasie und Einfühlungsvermögen hat das Team der Kindertagesstätte die Kinder auf diesen Auftritt vorbereitet, so Schötz.

1. Elisabethszeller Rauhnacht am 5.1.2016

Feuriges Rauhnachts-Spektakel rund um den „bluadigen Thamerl“

Brauchtum mit Show-Effekten – Zahlreiche Besucher bei der 1. Elisabethszeller Rauhnacht

 

Zahlreiche Besucher ließen sich in der Nacht zum Dreikönigstag, der letzten der Losnächte, die 1. Elisabethszeller Rauhnacht,  die von Stefan Dietl – dem Singenden Wirt organisiert wurde, nicht entgehen. Schaurig-schön anzusehen war es, was dabei die St. Johanner Auwald-Deifln mit ihren Hexen, Perchten und weiteren Sagensgestalten alles aufführten.

 

Gerade im Bayerischen Wald gibt es viele Darstellungen des Rauhnachts-Brauchtums. Was jedoch in der letzten Rauhnacht am 5. Januar ab 19.30 Uhr in Elisabethszell abging, ist einzigartig. Zahlreiche Besucher kamen zum Kirchplatz, um mit den Hexen, Geistern und Perchten der St. Johanner Auwald-Deifln auf Tuchfühlung zu gehen. Mit insgesamt 40 gruseligen Gesellen wartete der Verein auf.

Dumpf dröhnten die Glocken der Wolfaustreiber als sie vom dem Hotel Mariandl zum  Kirchplatz zogen und die Veranstaltung einläuteten.

Dann zogen die Sagensgestalten um den „bluadigen Thamerl“ ein  und luden die Zuschauer zu einer kleinen Führung in die Geschichte der Rauhnacht ein.

Im Rahmen einer Führung in kleinen Gruppen traten sie an sieben Stationen in Erscheinung und jagten selbst den erwachsenen Gästen einen gehörigen Schrecken ein.  Die abenteuerliche Reise durch die Welt der heidnischen Gestalten ging förmlich durch Mark und Bein.

Die Rauhnacht sollte aber dennoch kein „Event“ im herkömmlichen Sinne darstellen, sondern den Gästen einen Einblick in alte Brauchtümer geben. Auch wenn die Gestalten noch so finster aussahen, führten sie Gutes im Schilde: „Sie sind dazu da, um das Böse auszutreiben. Um das wirkungsvoll machen zu können, müssen sie ja selbst noch greislicher sein“, erklärte der Vorsitzende des Vereins Friedrich Schmid aus Pfatter, der die Holzmasken alle selbst angefertig hat.

Dass die Gestalten auch wirklich gruselig anmuteten, daran bestand schon an der ersten Station kein Zweifel mehr: Hier trat der „Thamma mit’m Hamma“ in Erscheinung. Der zeigte sich für gewöhnlich in der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember, am Namenstag des heiligen Apostels Thomas. Die Nacht war den Menschen früher äußerst unheimlich, da der Legende nach Geister und Dämonen in großem Maße ihr Unwesen trieben. Der „bluadige Thamerl“ habe in jener Nacht mit seinem Hammer gegen Fenster und Türen geschlagen, heißt es. Mancherorts habe er sogar Kindern gedroht, ihnen den Schädel einzuschlagen.

Ferner machten die Gäste Bekanntschaft mit der „Nebelfrau“, „Drugd Drud“, dem „Klaubauf“, dem „Mehlweibl“, der „bluadigen Luzia“ und der „Haberngoaß“.

 

Die „bluadige Luzier“

Besonders beeindruckt zeigten sich die Kinder von der Geschichte der „bluadigen Luzier“. Ein Kind am Luciatag wollte um alles in der Welt keine Ruhe geben, bis die Mutter sagte, sie würde der "bluatigen Luzier" rufen, sie solle das Kind mitnehmen. Das Kind hörte jedoch nicht auf diese Drohung und quengelte weiter. Da nahm die Mutter das Kind, hielt es zum geöffneten Fenster hinaus und rief nach der Luzier. Plötzlich kam ein Windstoß und entriss der Mutter das Kind. Es war nie mehr gesehen.

 

Auch wenn die Ansichten darüber, auf welche Tage die „Rauhnacht“ datiert, ist man sich einig, dass damit die Zeit um die Jahreswende gemeint ist. Der eisigen Kälte und Winterstürmen ausgesetzt, waren die Menschen mehr als sonst den Naturgewalten unterlegen und sahen sich deshalb von Dämonen und Geistern bedroht.

Hexen und Perchten

Zum großen Höhepunkt der Rauhnacht kam es um ca. 21.00 Uhr: Zunächst gaben sich Feuerschlucker und die Feuerjongleure die Ehre, dann folgte das „Finale der Hexen und Perchten“, beim dem alle Figuren um das Feuer tanzten und die bösen Geister vom Felde jagten. Und auch wenn die pelzigen Gesellen schaurig anzusehen waren, entpuppten sie sich als gar nicht fotoscheu und waren für eine Menge Spaß zu haben. Zudem wurden Lichteffekte eingesetzt, um diese Nacht so gruselig wie möglich erscheinen zu lassen.

 

Von der großen Resonanz erfreut, meint Stefan Dietl, der Organisator der 1. Elisabethszeller Rauhnacht, dass sich die Bevölkerung zunehmend für die alten Brauchtümer interessiert. „Man sieht ja, wie viele heute hier sind und ist optimistisch: „Wir sehen uns nächstes Jahr wieder!“

Gemeinde Haibach

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